Leistungspreis ab 2027: Was deine Spitze kostet
Bisher zahlst du Netzkosten fast nur nach Verbrauch. Ab 2027 kommt ein Teil dazu, der sich nach deiner höchsten Viertelstunde im Monat richtet. Für die meisten Haushalte wird es nicht teurer, für manche schon.
Stand: Oktober 2026
Wie der Leistungspreis gemessen wird
Gemessen wird für jeden Kalendermonat die höchste durchschnittliche Leistung einer Viertelstunde in Kilowatt (kW). Läuft zum Beispiel eine Viertelstunde lang gleichzeitig der Herd, der Geschirrspüler und der Wasserkocher, kann das 6 bis 8 kW ergeben. Dieser Wert ist dann die Basis für den Leistungsanteil im Monat.
Laut den bisherigen Berichten wird ein Mindestwert von 2 kW verrechnet, und über 10 kW gilt ein höherer Satz. Die genauen Preise für Wien legt die E-Control in der Tarifverordnung fest, die für Mitte Dezember 2026 erwartet wird. Wir aktualisieren diese Seite, sobald sie veröffentlicht ist.
Wer mehr zahlt, wer weniger
- Kleine Haushalte mit wenig Verbrauch und ohne große Geräte zahlen laut Berechnungen eher weniger.
- Haushalte mit Wärmepumpe liegen meist im Bereich von heute oder etwas darunter.
- E-Auto mit voller Ladeleistung (11 kW) kann teurer werden. Wer mit weniger Leistung lädt, zum Beispiel 4 kW über die Nacht, vermeidet die Spitze.
- Durchlauferhitzer (18 bis 24 kW) erzeugen fast automatisch hohe Spitzen.
Geräte-Check: Wie hoch kann deine Spitze werden?
Wähle die Geräte, die bei dir manchmal eine Viertelstunde lang gleichzeitig laufen.
So senkst du deine Spitze
- Große Verbraucher nacheinander statt gleichzeitig laufen lassen, etwa Geschirrspüler erst nach dem Kochen starten.
- E-Auto mit reduzierter Ladeleistung laden, die Wallbox lässt sich meist einstellen.
- Heizlüfter und Klimageräte nicht zusätzlich zu Herd und Backrohr laufen lassen.
- Deine echte Spitze kennen: Zählerblick zeigt dir pro Monat die höchste Viertelstunde mit Datum und Uhrzeit.

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Quellen: E-Control (Systemnutzungsentgelte), Berichte von ORF, news.at, Salzburg24 und TT (Stand Oktober 2026). Die Wiener Beträge folgen mit der Verordnung.
Häufige Fragen
Wird Strom für mich ab 2027 teurer?
Für die meisten Haushalte laut den bisherigen Berechnungen nicht. Teurer kann es werden, wenn hohe Spitzen entstehen, etwa durch schnelles Laden eines E-Autos oder einen Durchlauferhitzer.
Wie hoch ist meine Spitze?
Das zeigen die Viertelstundenwerte deines Smart Meters. In Zählerblick siehst du je Monat die höchste Viertelstunde und wann sie war.
Was gilt für E-Autos?
Laden mit voller Leistung erzeugt hohe Spitzen. Mit reduzierter Ladeleistung über einen längeren Zeitraum lässt sich das vermeiden.
Ab wann gilt das in Wien?
Die neue Struktur gilt ab 1. Jänner 2027. Die Netzbetreiber stellen schrittweise um, spätestens bis Mitte 2028. Die Wiener Preise kommen mit der Verordnung der E-Control.
Was ist die flexible Netznutzung?
Laut Berichten soll es einen deutlichen Rabatt auf den Leistungspreis geben, wenn der Netzbetreiber die Leistung zu bestimmten Zeiten begrenzen darf. Details für Haushalte stehen noch aus.
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